Saint-Malo – die Stadt der Korsaren, Mauern und großen Abenteuer
Heute entdecken wir Saint-Malo, eine der beeindruckendsten Städte der Bretagne und ein Ort, dessen Geschichte untrennbar mit dem Meer verbunden ist.
Schon bei der Ankunft erkennt man die besondere Atmosphäre dieser Stadt: mächtige Granitmauern, die das historische Zentrum umschließen, enge Gassen mit alten Häusern und der Blick hinaus auf die rauen Gewässer der Smaragdküste.
Saint-Malo war über Jahrhunderte eine Stadt der Seefahrer, Händler und Korsaren. Die Bewohner waren stolz darauf, niemals wirklich Teil des französischen Festlandes zu sein. Ihr berühmter Wahlspruch lautete:
„Ni Français, ni Breton – Malouin suis.“
(„Weder Franzose noch Bretone – ich bin Malouiner.“)
Unsere Stadtführung zu Fuß durch Saint-Malo
📍 Start: Porte Saint-Vincent
Wir beginnen unseren Rundgang am wichtigsten Eingangstor der Altstadt.
1. Die Stadtmauer – der schönste Spaziergang mit Meerblick
Als Erstes führt uns unser Weg auf die berühmte Stadtmauer (Remparts de Saint-Malo).
Der Rundgang auf der fast zwei Kilometer langen Mauer gehört zu den schönsten Spaziergängen der Bretagne. Von hier oben erleben wir Saint-Malo aus einer ganz besonderen Perspektive:
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die endlose Weite des Atlantiks
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die vorgelagerten Inseln
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die Festungsanlagen
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die Strände rund um die Stadt
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den Blick hinüber nach Dinard
Eine kleine Geschichte:
Die heutige Stadtmauer stammt größtenteils aus dem 17. Jahrhundert. Sie wurde erweitert, weil Saint-Malo durch seinen Reichtum und seine mächtigen Seefahrer immer wieder Begehrlichkeiten weckte.
2. Die Bastion de la Hollande
Unser Weg führt weiter entlang der Mauer zur Bastion de la Hollande.
Hier spürt man besonders die Verbindung Saint-Malos zum Meer. Früher standen hier Kanonen, die den Hafen und die Zufahrt zur Stadt schützen sollten.
Heute ist es einer der schönsten Aussichtspunkte der Stadt.
Bei Ebbe sieht man die gewaltigen Gezeitenunterschiede, für die die Bretagne berühmt ist.
3. Plage du Môle und der Blick auf die vorgelagerten Inseln
Wir gehen weiter Richtung Plage du Môle.
Bei Ebbe kann man die vorgelagerten Inseln zu Fuß erreichen, darunter:
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Grand Bé
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Petit Bé
Auf Grand Bé befindet sich das Grab des berühmten französischen Schriftstellers François-René de Chateaubriand, der 1768 in Saint-Malo geboren wurde.
Eine besondere Geschichte:
Chateaubriand wünschte sich, dort begraben zu werden, wo er „das Meer hören“ konnte. Sein Grab liegt deshalb direkt am Rand der Insel – mit Blick hinaus auf den Atlantik.
4. Die Altstadt Intra-Muros
Jetzt tauchen wir ein in das Herz von Saint-Malo: Intra-Muros – „innerhalb der Mauern“.
Die engen Gassen erzählen von der Vergangenheit der Stadt:
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alte Granithäuser
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kleine Geschäfte
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Crêperien
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Cafés
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historische Plätze
Besonders sehenswert:
Die Kathedrale Saint-Vincent
Die Kathedrale wurde bereits im 12. Jahrhundert begonnen und vereint verschiedene Baustile. Ihr Turm ist eines der Wahrzeichen der Stadt.
5. Place Chateaubriand und Château de Saint-Malo
Unser Rundgang führt weiter zum Château de Saint-Malo.
Die Burg wurde ab dem 15. Jahrhundert erbaut und sollte die Macht des französischen Königs über die stolze Stadt sichern.
Heute befindet sich hier das Rathaus.
Von außen beeindruckt besonders die Verbindung aus mittelalterlichen Türmen und den mächtigen Stadtmauern.
Rückweg über die Stadtmauer
Zum Abschluss empfehlen wir, nochmals ein Stück über die Stadtmauer zu gehen. Je nach Tageszeit verändert sich Saint-Malo komplett:
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morgens wirkt die Stadt ruhig und geheimnisvoll
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am Nachmittag leuchtet der Granit warm in der Sonne
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am Abend entstehen wunderschöne Lichtstimmungen über der Bucht
Unsere Route auf einen Blick
🚶 Start: Porte Saint-Vincent
➡️ Stadtmauer
➡️ Bastion de la Hollande
➡️ Plage du Môle
➡️ Grand Bé (bei Ebbe)
➡️ Altstadt Intra-Muros
➡️ Kathedrale Saint-Vincent
➡️ Château de Saint-Malo
➡️ Rückweg über die Remparts
Strecke: ca. 4–5 Kilometer
Dauer: ca. 3 Stunden mit Pausen
Schwierigkeit: leicht
🐕 Mit Hund gut geeignet (bitte beachten: in manchen Innenbereichen können Einschränkungen gelten)
Unser Tipp:
Nehmt euch Zeit und lasst Saint-Malo auf euch wirken. Diese Stadt erzählt ihre Geschichten nicht nur durch Gebäude und Mauern – man spürt sie im Wind, im Rhythmus der Gezeiten und in den alten Granitsteinen, die schon Seefahrer, Händler und Abenteurer gesehen haben.
Saint-Malo ist kein Ort, den man einfach besucht – Saint-Malo ist ein Ort, den man erlebt.